Seit Jahren beobachte ich, wie einige meiner Bloggerkolleginnen Saftkuren machen. So neben der ganzen Arbeit und der Belastung einmal 2 oder 3 Tage nur von Säften leben und den Körper damit etwas entlasten? Das klingt für mich sehr verlockend und wollte ich schon immer mal ausprobieren. Im Sommer habe ich probierteinige Säfte selbst zu machen – die haben gut geschmeckt, aber so ganz sicher, ob ich das den ganzen Tag trinken kann, war ich mir nicht. Bei meiner Suche nach einer Saftkur bin ich dann auf die Lieferei gestoßen und dachte mir „Why not? Dann machen wir das mal 3 Tage“. Vor allem, weil dort angegeben wurde, dass man das neben dem Alltag machen kann. Also dachte ich mir, dass das kein Problem sein sollte.

 

Lieferung der Säfte

Die Lieferung der Säfte passierte einwandfrei. Zwei Tage nach meiner Bestellung standen die Säfte schon um 6 Uhr vor der Haustüre und warteten darauf, in den Kühlschrank gelegt zu werden. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Praktisch: Die Säfte halten ganze 14 Tage, weil sie kalt gepresst sind und mit hohem Druck (HPP) verschlossen wurden. Daher muss man die Kur nicht sofort beginnen. Das war für mich ein Verkaufsargument, um mit dem zu starten.

 

Saftkur Start – Tag 1

Nachdem die Alltagskomponente erwähnt wurde, dachte ich mir nichts dabei und startete die Kur am Montag. Das ist nicht unbedingt mein entspanntester Tag in der Woche, aber das gehört zu meinem Alltag. Die Säfte schmeckten ganz gut – vor allem der mit Roter Beete – und ich habe eigentlich ohne Probleme durchgehalten. Das einzige was mir aufgefallen ist, ist dass ich durch die Säfte einfach fertig war. Ich hatte das Gefühl, das wäre etwas zu viel. Den ersten Tag habe ich recht gut überstanden und es war absolut kein Problem. Etwas Kopfweh, aber geschlafen habe ich, wie ein Baby.

 

Tag 2 – Ich will keinen Saft mehr

Die Säfte bei dieser Kur sind sehr repetitiv. Sie schmecken alle irgendwie gleich. Sehr repetitiv und irgendwie ist der Mix nicht wirklich immer so gut. Was mir heute auffällt: Nach dem ersten ist mir schlecht, meine Kopfschmerzen pochen, Konzentration ist nicht mehr möglich und eigentlich will ich mich nur ins Bett legen. Ich frage mich für welche Art von Alltag das konzipiert sein soll. Um 17 Uhr ist mir so übel, dass ich eine Sojamilch trinke – es geht einfach nicht mehr. Mein Körper fühlt sich eigentlich ganz gut an, aber der Kopf ist unglaublich überfordert und überreizt. Mir wird klar, dass ich Tag 3 der Detox Kur definitiv nicht mehr machen werde.

 

Fazit

Wahrscheinlich hätte ich die Kur erst am Donnerstag starten sollen – einfach, weil ich da nicht so viel gefordert werde. Alltagstauglich ist das jedenfalls nicht. Vor allem nicht, wenn man geistig immer im Jetzt sein muss und neue Ideen haben muss. Das funktioniert so nicht. Man liest auch, dass die Saftkuren nicht gesund sein sollen (wobei natürlich die Menge der Probanden immer fraglich ist), das glaube ich aber gar nicht – ich glaube einfach, dass jeder Körper anders reagiert. Meiner mag definitiv keine Saftkur, wahrscheinlich wäre eine Kartoffelsudkur, Teefasten oder eine Mayr-Kur eher was für mich. Vielleicht hat das auch mit der Saftauswahl der Lieferei zu tun – andere Saftkuren haben ein oder zwei basische Getränke dabei. Das kann ich aber nach einem ersten Test nicht wirklich beurteilen. Für mich steht jedenfalls fest, für eine Zeit lasse ich die Saftkuren jetzt mal sein und das nächste mal gehe ich vielleicht doch lieber in ein Retreat Zentrum, wenn ich entgiften will, wie z.B. ins Wellnesshotel Miraverde 😉

 

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