Auf der Suche nach einer passenden Yoga-Klasse südlich von Wien bin ich ja recht oft verzweifelt. Hier in Niederösterreich ist es nicht so leicht, das zu finden, was man möchte und für mich als Selbständige war es auch keine Option, mir eine Semesterkarte zu nehmen. Und extra nach Wien fahren ist nun auch nicht unbedingt eine Option. Über MyClubs habe ich dann das Yogaprojekt von Mia in Baden entdeckt und bin seitdem schwer begeistert. Ihre Yoga-Klassen sind einfach toll – die richtige Mischung zwischen Achtsamkeit, Sport und Zeit für sich. Aber nicht nur ihre Klassen faszinieren, auch ihre Person. Ich hatte noch keine Sekunde in der Stunde das Gefühl dass sie nicht genau im Jetzt war, und mit ihrer ruhigen Stimme und angenehmen Art hat man das Gefühl jede Asana auch wirklich lernen zu können und sich damit auf Neues einzulassen. Meine Krähe-Versuche habe ich erst mit ihr gestartet und ich gehe immer wieder gerne zu ihren Klassen um Gelerntes zu wiederholen und Neues zu lernen. In der Zwischenzeit macht sie diese aber nicht mehr alleine, so dass man nun fast die ganze Woche Yoga praktizieren kann – das größte Yoga Angebot in Baden bei Wien. Die Yoga-Klassen finden dabei im schönen Schlosshotel Weikersdorf statt – besonders im Sommer eine tolle Location!

Ich habe ihr zu ihrem Projekt, ihrer Selbständigkeit und zu einigen persönlichen Dingen Fragen gestellt – here we go!

1.Wie bist auf die Idee zum Yogaprojekt gekommen?

Das schöne am Yogaprojekt ist, dass es sich Stück für Stück entwickeln durfte,
deswegen ist der Name auch so bezeichnend. Das Yogaprojekt hat mit einer
wöchentlichen Klasse für eine Handvoll Freundinnen begonnen. Dann wurde die
Nachfrage immer größer, und ich bin so richtig hineingekippt. Das Yogaprojekt
wurde zu meiner Leidenschaft und ich habe mich in meiner Freizeit fast rund um die
Uhr damit beschäftigt. So durfte sich das Yogaprojekt zum größten Yoga-Angebot
Badens entwickeln. Erst vor kurzem habe ich meinen Job an den Nagel gehängt und
darf jetzt noch mehr von dem machen, was mir am meisten Spaß macht.

2.Wovor hattest du vor deiner Selbstständigkeit am meisten Angst?

Ich habe vor meiner Selbstständigkeit in einem Forschungslabor an der
Medizinischen Universität Wien gearbeitet, und dort mein Doktorat im Bereich
Gehirnforschung abgeschlossen. Bei der Entscheidung für die Selbstständigkeit war
meine größte Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und nicht wieder zurück zu
können. Aber wenn du jeden Tag etwas machst wofür dein Herz nicht
hundertprozentig Feuer und Flamme ist, nur weil du Angst davor hast dich zu
verändern, dann triffst du damit auch eine Entscheidung. Deshalb habe ich mir
irgendwann gedacht, einfach loszulassen und den nächsten Schritt zu wagen.

3.Siehst du dich selbst als Vorbild für andere Frauen? (Im Bezug auf Selbständigkeit,
Träume verwirklichen, Do what you love etc.)

Jeder findet in unterschiedlichen Dingen ihre/seine Inspiration. Meine eigenen
Vorbilder sind in erster Linie proaktive Menschen die ihr Schicksal selbst in die Hand
nehmen. Genau das versuche ich auch zu tun. Sollte ich damit für andere ein Vorbild
oder eine Quelle der Inspiration sein dann freut mich das natürlich sehr.

4.Was bedeutet das Yogaprojekt für dich?

Mir bedeutet das Yogaprojekt sehr viel. Jeder der selbstständig ist weiß, wie viel
Herz, Persönlichkeit und Arbeit in einem Unternehmen steckt. Ich bin auch
wahnsinnig dankbar dafür, dass ich dadurch die Möglichkeit habe, das zu tun was ich
liebe und dass ich so viele großartige Menschen kennenlernen durfte, ohne deren
Unterstützung all das nicht möglich gewesen wäre.

5.Was wünscht du dir für das Yogaprojekt in 5 Jahren?

In den letzten 2 Jahren durfte das Yogaprojekt ganz schön wachsen und das wünsche
ich mir auch für die kommenden Jahre. Da ich erst seit kurzem meinen Job an der
MedUni Wien an den Nagel gehängt habe, und jetzt meine volle Aufmerksamkeit
dem Yogaprojekt widme, hoffe ich, dass wir unser Angebot noch weiter ausbauen
können. Ich wünsche mir, dass ich den Leuten einen Ort bieten kann, an dem sie
vielleicht gestresst kommen, aber ein bisschen leichter und mit einem Lächeln,
wieder hinausgehen können.

6.Was sind deine 3 Tipps, die du anderen vor der Selbständigkeit geben würdest?

#1 Fang an! Du kannst während du noch einen anderen Job hast, beginnen ein
bisschen Business Luft zu schnuppern. Egal was du machen möchtest: Bloggen, als
Coach arbeiten oder deinen eigenen Laden eröffnen: All das kannst du schon
nebenbei planen oder beginnen und dabei viel lernen. So musst du nicht bei 0
starten, wenn du deinen Job aufgibst.
#2 Nachdem du quasi in der Testphase warst, lass deinen alten Job, oder was auch
immer du davor gemacht hast, los. Nur wer loslässt hat Hände und Kopf frei, um sich
etwas Neuem zu widmen.
#3 Know your numbers! Planung bevor du in die Selbstständigkeit trittst ist das A
und O. Man sollte sich durchrechnen ob sich der Lebensstil den man vor der
Selbstständigkeit hatte, dann auch noch ausgeht. Beim Thema Urlaub, teure
Kleidung und Ausgehen ist Verzichten manchmal notwendig, besonders am Anfang.
Aber all das zahlt sich aus, wenn du dafür Tag für Tag das machen kannst, was du
liebst.

7.Wie bist du zum Yoga gekommen?

Meine erste Yogaklasse war noch während der Schulzeit und ist mittlerweile 10
Jahre her. Es war eine Bikram Yoga Klasse (90 Minuten bei 40 Grad
Raumtemperatur) und ich wusste nicht wie mir geschieht. In meiner Schulzeit war
ich sehr unsportlich, ich habe den Turnunterricht gehasst. Dementsprechend bin ich
auch in meiner ersten Yogaklasse fast nur auf der Matte gesessen und konnte wenig
mitmachen. Doch schon damals hat Yoga etwas in mir verändert – und mich seitdem
nicht mehr losgelassen.

8. Wie hat Yoga dein Leben verändert?

Yoga hat mein Leben auf den Kopf gestellt (im wahrsten Sinne des Wortes). Wie
schon gesagt – ich war früher sehr unsportlich. Durch Yoga hat sich meine Beziehung
zu meinem Körper verändert und ich hatte mehr und mehr das Bedürfnis auf mich
selbst zu achten –durch Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannung.
Gleichzeitig habe ich durch Yoga gelernt, mit Stresssituationen besser fertig und
selbstbewusster zu werden, mir mehr zuzutrauen. Yoga ist der wahre Held in meiner
Geschichte.

9.Was würdest du jedem raten, der mit Yoga anfangen möchte?

Nicht aufgeben. Viele Schüler, die zu mir kommen, erzählen mir, dass sie schon mal
Yoga gemacht haben, es ihnen aber überhaupt nicht gefallen hat. Im Yoga gibt es
sehr viele unterschiedliche Stile – deshalb kann es manchmal ein bisschen dauern bis
man “den Richtigen” findet.

10. Du hast deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Gibt es so etwas wie Work/
Life Balance?

Wenn du selbstständig bist, kannst du dir deine Zeit viel freier einteilen. Du kannst
von überall aus arbeiten. Das macht es einerseits einfacher selbstbestimmt zu leben,
aber andererseits hat man manchmal auch das Gefühl, ununterbrochen arbeiten zu
müssen. Sich Pausen und freie Tage einzuteilen und sich auch daran zu halten ist
sehr wichtig – etwas das ich erst mit der Zeit gelernt habe.

11. Wenn du dich mit einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre es?

Zielstrebig.

12. Wenn du auswandern würdest, welches Land wäre das?

Italien aus 3 Gründen: Pizza, Pasta und Italo-Hits

13. Was möchtest du uns noch zum Thema Frauen im Business sagen?

An alle Frauen direkt gerichtet: Ladies traut euch! Ihr seid gut genug, you got this.

Liebe Mia, vielen Dank  für das spannende & interessante Interview!

 

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