Einatmen – Kobra – ausatmen- herabschauender Hund- einatmen- mit den Füßen zu den Händen springen- einatmen – aufschauen- ausatmen- zusammenfalten – einatmen – Wirbel für Wirbel aufrollen – strecken – ausatmen und Hände vor der Brust falten. Meine erste Yoga-Klasse habe ich vor genau 15 Jahren besucht. Damals stand auf dem Plan meines Studios nur Hatha Yoga und Ashtanga Yoga. Ersteres war mir zu wenig sportlich, also habe ich mit Ashtanga begonnen und das ca. 2 Jahre gemacht. Dann hatte ich eine längere Pause. Aber es hat mich nie ganz losgelassen. Yoga ist allerdings nie zu meiner täglichen Routine geworden – zumindest bis vor 2 Wochen. Ich habe in der Zwischenzeit die verschiedensten Yoga-Stile, wie Flow Yoga, Anusara Yoga, Forrest Yoga, Hot Yoga, Bikram usw.probiert. Dabei habe ich einiges über mich herausgefunden: Ich liebe Yoga, das mich etwas fordert. Ich kann es nicht leiden, wenn man mich auffordert „JETZT achtsam zu sein“. Ich halte nichts von Gesängen & Gongs (für mich ist das pseudo-romantisch)  und zu 99% möchte ich keine Partnerübungen machen. Letzteres, weil jedes mal, wenn ich eine Partnerin hatte, sie entweder einen Geruch abgesondert hat bei dem mir schwer übel wurde, oder so lange Haare an den Beinen hatte, dass ich ans Dschungelcamp denken musste. Ja, ich halte von dieser Behaarung nichts und ich stehe dazu. Die beste Yogastunde meines Lebens hatte ich in Bali. Allerdings nicht in einem dieser bekannten Yoga Retreats oder sonst etwas, sondern in einem kleinen Yoga Studio am Strand, wo genau 3 Leute hingingen und bei der die britische Yogalehrerin einfachwährend der Klasse Robbie Williams spielte. Da hat es bei mir richtig „klick“ gemacht. „Pop Yoga“ – so nenne ich das. Yoga wieder zu dem machen, was es ist: Eine Anleitung, die man in den ganz normalen Alltag integriert. In die eigene Gesellschaft, in die eigene Welt, in die eigene Kultur.  Das isst für mich die Grundidee von Yoga und nicht unbedingt „Ich singe jetzt Snakrit“, „Höre einen Gong“ oder „Ich male mir vor der Klasse noch einen Punkt an die Stirn.“ (Alles schon erlebt)

Für mich ist Yoga eine Anleitung, mit sich achtsam umzugehen und seine Grenzen zu erweitern. Ein Weg dorthin.

Yoga LiebeWas Yoga mit mir macht

Seit mehr als 3 Wochen bin ich wieder (fast – im Urlaub habe ich etwas gecheated) dabei, täglich Yoga zu machen. Der Grund ist ganz einfach: Es ist die perfekte Art, um in den Tag zu starten, meine verkürzten Muskeln zu dehnen, viel Sauerstoff in meinen Körper zu pumpen und vor allem auf mich zu achten. Es verändert aber nicht nur meinen Morgen, es verändert auch mich. Nämlich in dem Sinn, wie ich mit mir und mit den Geschehnissen um mich herum umgehe. Dabei führt es vor allem zu einer „Gelassenheit“ und zu einigen anderen Dinge, die nun besser gehen:

  • Ich bin innerlich ruhiger und kaum aus der Bahn zu werfen.
  • Es fällt mir leichter meine Prioritäten zu setzen und auch alle meine Todo’s durchzugehen.
  • Ich achte auch mehr im Alltag auf mich ( Ja, ich vergesse manchmal zu Essen. Aber ich gönne mir Pausen)
  • Wenn ich mal nicht weiter weiß, kann ich durch ein paar Atemübungen meinen Elan und meine Konzentration wieder aktivieren.
  • Ich bin zufriedener.
  • Ich bin achtsamer.

 

Natürlich ist das nicht jeden Tag so. Manchmal gibt es Momente, in denen man auch einfach verzweifelt ist. Dann aber halte ich mal kurz inne, mache ein paar Übungen und hole mich selbst wieder herunter – so, dass ich mich weniger aufrege. Danach achte ich darauf dass ich mich gedanklich etwas von den Dingen entferne. Das geht nicht immer – aber es hilft. Und wenn es nicht geht, dann müssen ein paar Asanas her, um wieder in den Flow zu kommen.

Dein Yoga Start – was brauchst du?

In meinen Augen einfach nur viel Geduld. Das übt man im Yoga. Wichtig ist, dass du dich darauf einlässt und nicht versuchst, mit anderen mitzuhalten, sondern deinem Körper die Zeit lässt, die er braucht, um bestimmte Bewegungen zu machen. Sich zu zwingen, ist im Yoga kein gutes Rezept – meistens tut man sich da nur weh. Ansonsten brauchst du nur bequeme Kleidung, eine Wasserflasche und für den Anfang war es das schon. Matte, Block und Gurt bekommst du meistens von den Studios und irgendwann kannst du dir dann deine eigene Yoga-Matte und andere Utensilien kaufen. Das schöne an Yoga ist, dass man wirklich nichts braucht. Wenn man dann beschlossen hat, es doch öfter zu machen, kann man sich dann die fancy Kleidung und Utensilien dazu kaufen 😉

Yoga Studios – was sollten sie haben?

Yoga ist schon seit mehr als 15 Jahren ein Thema bei mir – manchmal mehr, manchmal weniger, aber ich liebe Yoga einfach. Eigene Yogastudios gab es damals nur sehr wenige, dafür gibt es jetzt wirklich viele in Wien. Und ich muss sagen: Seit 2 – 3 Jahren wird auch die Qualität in meinen Augen besser – zumindest, was ich so bobachte. Die Grundausstattung für ein gutes Yoga – Studio ist in meinen Augen folgende:

 

  • Einen schönen, hellen Yogaraum mit guter Belüftung & einem hygienischen Boden
  • Eine Spiegelwand
  • Gute Matten
  • Blocks
  • Gurte
  • Wasserflaschen aus Glas
  • Umkleiden und vielleicht eine Dusche
  • Eine Möglichkeit nach der Klasse z.B. einen Tee zu trinken
  • Einen Obstkorb

 

On Top finde ich es auch wichtig, dass man die Möglichkeit hat, mit einem Physiotherapeuten zu arbeiten bzw. auch Einzelstunden bei jemanden zu buchen oder zumindest den Kontakt zu jemanden bekommt der einen auch bei de Bewegung korrigiert oder beratet welche Asanas man nicht machen soll. Wenn man andere in Kursen beobachtet, sieht man oft, dass viele Fehlstellungen einfach nicht korrigiert werden können (weil das bei 15+ Leuten oft einfach nicht geht). Da ist es in meinen Augen wichtig, dass auch den Yogis zu kommunizieren. Es macht Sinn, auch mal eine Einzelstunde zu nehmen. Vor allem, wenn man merkt, dass man Probleme in den Bewegungen hat oder etwas weh tut.

 

Yoga Studios, die ich toll finde

Noch bin ich ja mitten drin im Testen. Ich bleibe leider immer hängen, wenn ich mal was gefunden habe, was mir gefällt. Und dann tue ich mir schwer zu gehen. Dank MyClubs kann ich aber seit längerer Zeit einige Clubs testen und ich finde immer wieder einige tolle Studios. (Ich teste nicht nur Yoga , sondern auch andere Sportarten – wer noch nicht dabei ist, kann sich mit  dem Code „UC23EB0“ eine €20 Gutschrift holen!)

 

Meine Lieblings Yoga-Studios

derzeit (wird ständig geupdated)

FancypantsYoga
Hollandstraße 9/13
1020 Wien

Hier ist es zwar nicht super hell, aber die Yoga-Klassen sind super! Ein kleines und feines Studio, gleich hinter einem meiner Lieblingsshops (Achtung Kaufrauschalarm!).

Das Yogaprojekt
Schlosshotel Weikersdorf
Schlossgasse 9-13
2500 Baden

Alle, die südlich von Wien sind, sollten die Stunden von „Das Yogaprojekt“ besuchen – Must Visit! Vor allem für alle die auch gerne Yoga im Freien machen wollen!.

Re-Treat Vienna
Nelkengasse 6/14
1060 Wien

In meinen Augen das schönste Studio in Wien und die Klassen sind super! Wenn ich einen Termin im 6. oder 7. habe, muss ich immer nachsehen, ob es einen Platz frei gibt 😃 

 

Wo geht ihr gerne hin? Was sollte ich mir ansehen? Bin für jeden Tipp dankbar!

 

2 comments

  1. Liebe Viktoria,
    ich kann dir nur zustimmen,Yoga verändert einen einfach.Neben der Tatsache,dass man gelassener und achtsamer wird,hat es meine gesamte Haltung zu meinem Körper verändert.Ich habe viel mehr „Kontakt“ zu ihm (mir fällt kein passenderer Ausdruck ein) und Yoga hat einen großen Anteil daran,dass ich Frieden mit ihm schließen konnte(ausreichend zu essen war nicht immer meine Stärke,harmlos formuliert).Schließlich ist unser Körper unserer treuester Gefährte und man sollte lernen,seine Signale wahrzunehmen…Ich liebe übrigens Faszien-Yoga,nach diesen Stunden habe ich immer das Gefühl,5cm größer geworden zu sein…
    Ein schönes Wochenende,Sarah

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