Ich und Mr. Urlaub haben in den letzten Jahren eine ganz eigene Beziehung gefunden.Nachdem ich meistens meine Urlaube in Orte verbringe in denen ich quasi Zuhause bin oder dieGegebenheiten gut kenne, bzw. denUrlaub kurz halte – haben Mr. Urlaub und ich uns hervorragend arrangiert. Meistens treffe ich Mr. Urlaub in der nähe – max. 6 StundenFlugzeit und 2 Stunden Zeitdifferenz zum Büro,damit ich auch Assistentin Alltag mitnehmen kann. Entfliehen aber dann doch mitnehmen, ist die Devise. Das mache ich seit Jahren – ob als Praktikantin, Angestellte oder Selbständige -Mr. urlaub sorgt dafür dass ich mich heimelig fühle, packt mein Laptop ein, schaut dass ich auch Internet habe, überprüft die Kabeln im Koffer. Sehr umsichtig. Er kümmert sich auch um meinen Zeitplan- wann ich arbeiten muss, wann ich find en Pool darf, welche Projekte ich noch annehmen kann… Im Endeffekt komme ich zurück als ob ich einfach ein paar Wochen mit Assistentin Alltag ein neues Büro getestet hätte – Mr.Urlaub hat das für unsere Verhältnisse hervorragend arrangiert – die Erholung bleibt aber aus. Diesmal ist es anders – Mr.Urlaub wurde nicht eingeladen, aber Madame Auszeit. Mit dem Hintergedanken dass sie sich wie Mr. Urlaub bändigen lassen wird, aber nein – das tut sie nicht. Sie ist gnadenlos, eine Fräulein Rottenmeier .

Rucksack Bali

Als ich meinen Rucksack gepackt habe, hat sie schon begonnen mit „das brauchst du nicht, das lässt du da“, „das ist zu schwer“, „das lenkt nur ab“ – Ergebnis : 10kg Gepäck für 4 Wochen inkl. Ipad, Iphone und Kindle. Macbook? ne verboten, bzw. nachdem ich keine Air Variante besitze mit den 2,1 Kilo auch zu schwer. Also verzichte ich mal drauf -Fräulein Rottenmeier – ich meine, meine Auszeit – haltet auch nichts davon ( dafür gibt es dann nach Tag 10 eine unglaubliche Diskussion mit Mr Urlaub – wie kann man auch eine Selbständige ohne Büro verreisen lassen…)
Während meiner Vorbereitung für die Auszeit, beginne ich mich etwas nackt zu fühlen – aber das gehört wohl dazu. Gut dass wir als erste Station Singapur gewählt haben (also er, nicht ich *g*) — hier kann ich mich an diese „Nacktheit“ gewöhnen und mich von Mr. Urlaub verabschieden, langsam.

Singapur

Singapur

Nach 4 Tagen in der architektonisch imposantesten Stadt in der ich bisher war (mehr zu lesen morgen 🙂 , geht es nach Bali – zuerst Seminyak und dann in den Norden. Während ich noch versuche mit Ipad und Co. in den ersten Tagen im Paradies zumindest etwas zu arbeiten, muss ich irgendwann aufgrund der Zeitverschiebung und dem Ipad aufgeben – es geht nicht. 6 Stunden sind ja okay, aber 12 Stunden Zeitunterschied zum Programmierer, das ist einfach zu viel. Dazu noch ein Ipad und ein Internet dass langsamer ist als das 56k Modem dass ich mit 13 hatte und dann auch noch in 80% der Fälle ausfällt – aus , basta – geht einfach nicht. Der Notfallplan wird einberufen, letzte Emails gecheckt und gehofft dass das greift, weil jetzt ist es einfach nicht mehr möglich. Während ich mich innerlich ärgere – weil das nie so geplant war, sondern passiert ist und ich es gar nicht mag wenn Dinge nicht gut laufen und gerade mein inneres einen Panikanfall bekommt – weil Selbständigkeit, Auszeit, usw., lächelt Madame Auszeit und schreit „Sieg! Sieg!“ und tanzt um mich. Sie kennt mich schon: nach dem Ärger, kommt die kurze Wut und danach die Erkenntnis, dass nur die Wahl besteht zwischen: es hinzunehmen oder die restliche Zeit mürrisch zu sein. Nachdem ich meinLeben gerne positiv gestalte entscheide ich mich für hinnehmen, aufnehmen und genießen.

Bali Pool

Bali Pool mit Blick

Eine Stunde später liege ich in der Liege am Pool, lese das Buch von Meike Winnemuth („Das Große Los“) über ihre Weltreise und denke mir „könnte schlimmeres ein – wird schon schief gehen„

Bali Sonnenuntergang

 

Und wie wir so spazieren gehen am Strand, denke ich mir nur  „manchmal ist dein Ehrgeiz und deine Perfektion bissi doof“

Ich bin angekommen.

Next Stop on the Blog: Singapur 🙂

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3 comments

  1. sehr cool. ich kenn das alles nur allzu gut. für uns gibt es nächstes jahr die auszeit in thailand. zwar nur 2 wochen dafür auch ohne alle devices und internet, aber man muss ja klein anfangen.

    1. Yep, bzw. man muss mal überhaupt anfangen! Sich etwas Freiheit wieder verschaffen,auch wenn es einem so viel Spaß macht. Thailand war ich zwar noch nicht,aber wird sicher suuper!!

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