„Mir geht’s nicht gut“ „Warum?“ „Der Job. Ich weiß nicht ob es das richtige für mich ist“ „Warum suchst du dir nichts Neues?“ „Ich weiß nicht, irgendwie..“ „Wie? Irgendwie?“ „Na,ja ich will gerade nicht suchen““Ich dachte es geht dir dort nicht gut?“ „Ja, aber ich hab keine Zeit..“ „Zum gut-gehen?“ (in einem erheiterten genervten Ton:)  „Ach, halt die klappe Viki“„Okay, lassen wir das..“ – #gemeinsamesgelächter. Während ich das schreibe, kann ich diese Gespräche in meinem Kopf geradezu hören. Ich habe sie schon sehr oft mit Freundinnen gehabt – Life isn’t simple – Life is what you do.

Das Leben ist nicht immer einfach – aber es ist nur so einfach oder schwer wie man es sich selbst macht. Wenn ich was im Leben gelernt habe ist, dass wenn man lange Zeit jammert – man es auch so möchte wie es ist. (Ich auch manchmal, so ehrlich kann ich zu mir sein)  Menschen die jammern, Neid verspüren, sich ärgern, traurig, unglücklich sind.. die wollen das bis zu einem gewissen Grad auch so haben. Das ist auch gut so – zumindest für eine Zeit und so lange man sich dessen auch bewusst ist, ist es auch mal bereinigend negative Gefühle in sich zu haben. Ich jammere, spüre Neid, ärgere mich oder bin auch manchmal unglücklich und trauere auch- die Frage ist immer nur „Wie lange?“  Wie lange lässt man sich von einem negativen Gefühl begleiten? Wie lange nimmt man Dinge die man nicht gerne hat einfach so hin? Wie lange quält man sich durch irgendetwas im Leben? Das ist für mich die eigentliche Frage die sich dann stellt. Wir sind alle berechtigt negative Gefühle zu haben oder bei Lebensphasen die einfach schwierig sind, uns mal so richtig auszulassen. Aber am Ende des Tages entscheiden wir wie lange uns diese Gefühle begleiten, wie tief sie gehen dürfen, wie sehr es das Leben beeinflusst und ob wir bereits ind sie loszulassen oder nicht. Ich habe für mich das System angenommen mir immer die Fragen zu stellen: Nehme ich es so wie es ist? Ändere ich es? Oder lasse ich es einfach? Dabei geht es einfach um die Entscheidung wie man mit etwas umgeht. Ganz wichtig: Egal wie man sich entschieden hat, man kann sich jederzeit wieder umentschieden – einfach so. Weil wir oft nicht wissen wie sich etwas anfühlt bevor wir es nicht entschieden haben.

TAKE IT

Natürlich  sind manche Dinge im Leben einfach nur ein Schock. Das Leben macht manchmal ein paar Kapriolen. Und wir werden oft in Situationen gebracht die neu, beängstigend oder einfach aussehen, als ob wir sie nicht überwinden könnten. Anstatt es wegzuschieben, sollte man sich diese Situationen genau ansehen, sie zulassen und sie versuchen als das zu erfassen was es ist: eine Situation. Es ist schon okay, wenn man mal sich Zeit nimmt um etwas zu verarbeiten. Wenn man z.B. einen Menschen verloren hat, dann dauert das einfach. Aber man muss sich bewusst machen, dass man daran arbeiten muss damit man damit besser umgehen kann. Wir können uns jeden Tag aufs neue entscheiden besser mit dem Leben und Situationen umzugehen. Dinge anzunehmen, sie  zu verarbeiten – damit es besser wird, damit wir damit Leben lernen und es nur mehr dann das Leben beeinflusst wenn wir es wollen – ganz bewusst. Ist das keine Option in bestimmten Dingen, dann muss ich auch entscheiden dass ich es „nicht annehmen kann“ und mich für einen anderen Umgang mit der Situation entscheiden.

CHANGE IT

Manche Dinge muss man ändern. Oftmals sind es wir selbst die sich ändern müssen. Wie wir Dinge sehen, worüber wir uns ärgern, womit man sich immer wieder konfrontiert. Wir sind die Entscheiderinnen unseres Lebens, nicht das Leben entscheidet über uns. Das muss man sich schon klar machen. Und das jedes mal aufs Neue. Was ich in dem Punkt gelernt habe: Die Angst vor Veränderung kann auch eine Bereicherung sein – man wird vorsichtig während man sich verändert. Wichtig ist es nicht vor Angst in eine Starre zu verweilen bis man sich nicht mehr traut weiter zu gehen. Und ja: Wir haben alle Angst vor Veränderung irgendwie. Man weiß nicht was kommt. Aber wenn man es nicht probiert, wird man das auch nie erfahren.

LEAVE IT

Es gibt Dinge die müssen wir lassen. Jobs die uns krank machen, Freunde die uns schlecht fühle lassen, Gewohnheiten die uns nicht gut tun. Loszulassen ist eine der schwierigsten Übungen in diesem Leben, wie ich finde. Aber wenn wir nicht still stehen wollen, dann müssen wir es tun – für uns. Damit sich neue Türen öffnen können und wir neue Wege sehen können. Es gibt tausende Bücher die sich mit dem Thema beschäftigen und noch mehr Arten wie Menschen versuchen das zu lernen. Es ist schwer, aber man sollte es manchmal unbedingt tun: Für sich.

Manchmal muss man auch alle drei Dinge mal probieren – aber im Grunde muss man sich in meinen Augen nur immer wieder diese Fragen stellen: Kann/Will ich es annehmen? Kann/Will ich es ändern? Kann/Will ich es verlassen?

Unser Leben besteht aus Entscheidungen die wir selber treffen, auch wenn wir es in manchen Situationen nicht so fühlen, weil wir Vorbehalte haben oder Angst haben vor den Konsequenzen.

„Mut kann man nicht kaufen“,sagt man – und für Entscheidungen braucht man Mut. Dafür bekommt man Klarheit und damit auch eine gewisse Leichtigkeit im Leben.

It’s your life – live it!

Ein kleiner Gedankenaustausch.

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