Mario Soldo
Mario Soldo - 8 Wochen!

Mario Soldo, ein unglaublich charmanter, offener, lebensfroher und modeliebender Mensch, der einem sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mit seinen Geschichten über sein Leben und die Mode in Wien fasziniert. Er hat die U-Mode (1984-1988) geprägt, hat aus der Modellagentur Hoffmann & Partner 1989, eine Tochter der renommierten Agentur „Wilhelmina Models“ in Wien gemacht und hat die IMOTA (Internationale Modetage Wien) veranstaltet. Nach 3 Jahren hat er einen Seitenwechsel gewagt und seine PR & Event Agentur eröffnet in Berlin 7 Jahre gelebt und ist seit 2004 wieder in Österreich. 2007 gründete er mit seinem Bruder Petar die PR & Event Agentur  „Mother Agency“ in Wien .
 
 
 
 
 
 

Fashion Show Tiberius U-Mode
Fashion Show Tiberius U-Mode

Wer wissen will, was in den 80ern so in der Wiener Modeszene los war, der wendet sich wohl an ihn – faszinierende Fotos, nette Geschichten & Anekdoten- und das nicht nur aus Wien, denn er war in allen Hotspots unterwegs- und das nicht nur, oder vielleicht auch gar nicht, als Mario Soldo, sondern zusammen mit seiner Sister in Crime Chantal St. Germain und er selbst als Dame Galaxis- Das ist aber eine andere Geschichte, die wohl den Rahmen hier sprengen würde und wir waren da um etwas über ihn, seine Erfahrung über Models und der Mother Agency zu erfahren. Wir haben einige Fragen gestellt, die euch hoffentlich interessieren & wenn ihr mehr wissen wollt: einfach die Kommentarfunktion verwenden 🙂
 
 
 
 
 
 
Was hat sich in den letzten 20 Jahren in der Modelbranche geändert?
 
Früher unterschied man unter Fotomodell & Mannequin unterschieden – letzteres durch Adlmüller bekannt und viele Posen haben sich bis heute nicht geändert.. Stark geprägt haben die Supermodels der 90er, Claudia, Naomi, Linda & Co. Auch die Fotografie hat sich sehr stark geändert- während es früher nur einige Fotografen gab, so sind es heute eine Menge und jeder kann sich Fotograf nennen der nur eine Ahnung von Licht & Schatten hat…“
 
Was muss ein Model mitbringen?
 
Eine gesunde Portion Exhibitionismus. Sie muss mit Kritik an Körper und Gesicht umgehen können, um mit dem Job zurecht zu kommen –„Man ist in einem gewissen Punkt Kleiderpuppe, Kleiderstange und ein Motiv“, und damit muss man auch umgehen können. Wichtig ist ihm dabei, dass „Models mündig sind“, also auch nach ihrer persönlichen Einstellungen entscheiden können, welchen Job sie machen wollen oder welchen nicht: „Wenn jemand keinen Job für ein bestimmte Marke, Bademoden oder Pelze machen möchte, ist das ok.“
 

Natürlich muss man auch was lernen. Dafür  bietet die Mother  Agency ihren Models einen Models – Workshop. Dieser dauert insgesamt 8 Stunden und  ist auf 2 Tage aufgeteilt- dazwischen gibt es Hausaufgaben .. „Hier lernen sie, wie sie sich bei einem Casting anziehen sollen, wie sie bei einem Job auftreten, wie sie sich dem Kunden gegenüber verhalten sollen, welche ihre Schokoladenseite ist, das richtige Posen, usw. Ein Testfotograf ist dabei der Testshoots macht, bei dem man die Ergebnisse gleich am Screen betrachten kann“. Ein wichtiger Teil dieses Workshops ist auch Übung am Runway, wobei hier oft der Fehler auftritt dass die angehenden Models sich wie auf der Bühne verhalten, anstatt „einfach“ normal zu gehen. Ein weiterer Teil dieses Workshops ist auch das Erlernen der „Agentursprache“- so werden auch die Unterschiede zwischen Option und Buchung oder Showroom- und Fashionshow erklärt, damit die New Faces sich auch auskennen.
Wenn jemand „träge“ ist, so bekommt er/sie kaum Jobs – „von Nichts kommt Nichts! „.
 

Während er mit einem Kunden spricht, komme ich auf die zwar vielen, aber doch nicht so überfüllten Sedcardregale und frage ihn natürlich danach – „Wie sind eine überschaubare Agentur, kennen jedes Model mit Vor- & Nachnamen, haben alle Kontakte, auch zu den Eltern und betreuen unsere Models wie eine Familie – freundschaftlich, loyal und versuchen das Konkurrenzdenken zwischen unseren Models auch nicht aufkommen zu lassen.“- Hier wird gemeinsam gebrieft und geübt, damit man auch die Jobs bekommt- und wer von den Models kennt das leidige Thema bei den Massenagenturen nicht: Da kommt ein Briefing und man ist womöglich alleine gelassen.
„Wir schicken lieber nur zwei zu einem Casting die zu einem Briefing passen, als irgendwelche zu schicken- oder eben, wenn keine passt, auch keine“ -eine typische „Krankheit“ von Massenagenturen.
 
 
Wie ist da mit Körper und Ernährung? Was sagst Du zum Thema „Essstörungen“?
 
„Ich bin strikt gegen Esstörungen – man kann es nicht verantworten jemanden mit so einer Krankheit in diesem Job zu behalten – Gesunde Ernährung und Sport ist wichtig-  allerdings muss man manche auch darauf aufmerksam machen, dass sie mit ein paar kg weniger einfach weiter in ihrer Modelkarriere wären- jedoch obliegt es ihnen ob sie dies auch annehmen.“
 
 
 
Natürlich interessiert es uns auch, was denn in der Zukunft für Projekte bei ihm anstehen. Nach dem 2. Fashion:Mob und den „8 Wochen!8Designer!8Fotografen!“ im Generali Center wurden wir ja etwas verwöhnt mit Fashionevents und hoffen natürlich, dass es so bleibt 🙂
 
 

1.10.2010 „You take a seat, I take a picture“ -Helmut Palla zeigt erstmals über 60 Stühle und Sittzgelegenheiten nach dem Motto “ We take a seat and he makes a picture!“

11.10.2010 Der Fotoautomat kommt ins Generali Center – ihr wisst dann, wo ihr  mich findet 🙂

14.10.2010 Modenschau der Amerikanischen Botschaft im Völkerkunde – Museum mit Designer: René Geneva

und damit es über Weihnachten nicht langweilig wird: 4 Wochenenden vor dem großen Fest, geht es mit dem „Christmas Designer Sale“ im Generali Center los.

Mehr über Mario Soldo werden wir allerdings schon früher hören: Er ist beim Fashion Camp am 25. September dabei!
 
 
Ein großes Danke an Mario für dieses Gespräch – hätte noch Stunden zuhören können!
 
 
Link: Mother Agency

Credits: Christian Leitner/ Mario Soldo

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