Ich mache meine Augen auf und starre die gegenüberliegende Badezimmertüre an. Es ist 5:45 , 15 Minuten bevor mein Wecker läutet. Ich drehe mich auf die andere Seite und starre den Rücken meines Mannes an, der noch tief schlummert und wohl von unserer nächsten Strandreise träumt. Schlaftrunken blicke ich ins Leere – ich bin noch nicht ganz wach und beginne erstmal meine Füße zu bewegen. Ganz praktisch so merke ich auch gleich ob meine Beine mal wieder eingeschlafen sind oder ob ich überhaupt mich schon selbst spüren kann. Ich beginne meinen Körper langsam aufzuwecken. Seit einigen Wochen schlafe ich wieder wie ein Stein. Phasenweise kann ich ja nur schlecht schlafen, aber im Sommer könnte ich meistens durchschlafen. Hat sicher mit den Temperaturen zu tun: Wenn man auf Teneriffa aufgewachsen ist läuft man  sich erst eben bei 25 Grad warm – was so viel bedeutet dass auch mein Leben erst bei 25 Grad für mich recht normal wird. Bevor ich überhaupt ein klarer Gedanken fassen kann, läutet auch mein Handy. Leises Vogelgezwitscher macht sich breit – ich liebe die Schlafenszeit-Funktion meines Iphones.

6 Uhr Tagwache

Zeitweise stehe ich auch um 5 Uhr auf, manchmal auch um 7 Uhr – ich zwinge mich nicht dazu komplett Schlaftrunken aufzustehen. Ich brauche ca. 7,5 Stunden Schlaf am Tag damit ich wirklich fit bin und die gönne ich mir einfach. Zumindest zeitweise – manchmal wache ich auch um 5 Uhr morgens auf und bin fit – dann starte ich einfach den Tag früher. Schließlich ist der Körper nicht immer gleich und braucht mal mehr oder weniger Schlaf. Bevor ich aufstehe, strecke ich mich ca. 5 Minuten bis ich wirklich das Gefühl habe, dass der Körper auch wach ist. Danach geht es ohne auf das Smartphone (mein fast tägliches digital detox von ca. 22 Uhr bis 8 Uhr morgens kein Internet – außer die 3 Instagram Stories die ich poste und ein paar die ich mir ansehe, muss ich zugeben) zu schauen kurz ins Bad um mich für Yoga umzuziehen.

Wie ich es schaffe so Früh aufzustehen? Einige Tipps wie du früher aufstehen kannst, findest du in meinem Blogpost. 

30 Minuten Yoga & mehr

Ich habe eine „on-off Beziehung“ mit Yoga und das schon seit mehr als 10 Jahren. Wenn ich Yoga mache liebe ich es und wenn ich es nicht praktiziere, wünsche ich mir die Zeit in der ich es machen kann. Eine Liebe die einfach noch nie wirklich in die Gänge gekommen ist, würde ich sagen. Obwohl es mir wahnsinnig gut tut und mir Freude bereitet, war ich bisher oft nicht in der Lage es so in meinen Alltag einzubauen. Das habe ich nun durch diese kurzen Sessions geändert. Gleich am morgen die Matte ausbreiten und einfach mal etwas Yoga zu machen, weckt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist – und es tut gut die etwas verspannten Nackenmuskeln zu lockern und die verkürzten Sehnen in die länge zu ziehen. Dabei habe ich natürlich Hilfe: Ich nutze derzeit die App „Yoga Girl“ und mache dort die 30 Tage Challenge – damit kann ich einfach meinen Fortschritt sehen und werde auch gleich motiviert am Morgen meine 30 Minuten einzuhalten.

Meditation macht mich frei

3 Minuten Meditation – das hilft? Dachte ich zuerst als ich bei einer meiner Kurse das erste mal von Headspace gehört habe. Jetzt nach den ersten 10 Tagen bin ich begeistert. Mit 3 Minuten anzufangen macht einfach Spaß Früher habe ich es oft mit 10 oder 15 Minuten angefangen und war sehr schnell frustriert, weil ich kaum eine Sekunde meinen Gedanken zusehen konnte. Mit den 3 Minuten hat man immer wieder einen Erfolg und bleibt auch dran. Dinge müssen ja erst wichtig für einen sein, damit man ihnen wirklich Zeit widmet und da hilft diese App sehr.
Was ich schon bemerke: Ich werde innerlich ruhiger, bin klarer bei meinen Entscheidungen, gehe meinen Aufgaben konzentrierter nach und fühle mich nicht mehr so „gehetzt“. Ich fühle mich freier.

30 Minuten für mich

Nach meiner Meditation geht es unter die Dusche. Das habe ich früher nie so zelebriert. In der Zwischenzeit nehme ich mir hier 30 Minuten für mich und meinen Körper. Duschen, eincremen, schminken, frisieren etc. und das in aller Ruhe. Das habe ich viele Jahre nicht so praktiziert – wer mich kennt weiß : Ich kann das alles auch in 10 Minuten. Aber jetzt nehme ich mir dafür Zeit. Vor allem für meine Haut die einfach mitten 30 mehr Pflege braucht als früher.

Gassi mit Puppi

Eines der schönsten Dinge am Leben mit einem Hund ist, dass man immer mit ihm spazieren gehen muss. In der Stadt fand ich das nie so witzig, aber wenn man am Land lebt tut das einfach gut. Puppi und ich machen unsere 20 Minuten Spaziergänge am Morgen bei denen wir alle anderen Hunde aus der Gegend treffen zu einem angenehmen Morgenritual. Ein bißchen tratschen was so im Dorf los ist und was denn alles so passiert, die Hunde beim morgendlichen spielen ( oder nicht spielen – die Puppi ist kein „Morgenhund“) zuzusehen , tut einfach gut und man erdet sich so richtig. Ich bin nach diesem Spaziergang immer bereit für die Arbeit.

 

Das bisschen Haushalt

1 Raum pro Tag – das ist mein Ziel. Das ich Hausarbeit nicht wirklich leiden kann, merkt man meistens an meinem Gesichtsausdruck. Aufräumen, Wegräumen & Co mache ich natürlich täglich, aber beim putzen konzentriere ich mich jeden Tag auf einen Raum. Das muss dann auch am Morgen passieren, weil sonst mache ich es nicht. Je nachdem bin ich da recht schnell. Natürlich mache ich auch einmal im Monat mehr, aber so bleibt das Haus mal sauber. Der Staubsauger muss da auch immer ran – wobei ich derzeit mit einem Staubsauger-Roboter liebäugle, weil auf Dauer mich das auch wahnsinnig viel Nerven kostet. ( Wenn wer einen Geräte-Tipp hat: Hier!)

 

Frühstückszeit

Nach einem Spaziergang geht es zum Frühstück. Das habe ich viele Jahre verschmäht und noch heute passiert es mir, dass ich einfach vergesse. Viel brauche ich nicht, aber ein kleines Frühstück macht die Arbeit leichter. Auf den Tisch kommt dann entweder ein Kokos-Joghurt mit Früchten und etwas Granola , Smoothie oder einen Saft aus dem Slow Juicer. Spätestens hier brauche ich einen Kaffee. Bei dem gehe ich meine Todo-Liste durch und entschiede welche Prioritäten ich für die Woche, bzw. den Tag habe – bevor es dann zwischen 8:30 und 9:00 ich mich ins Büro setze und es richtig los geht.

READY!

Wie startet ihr in den Tag?

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