Smartpen Livescribe 3 im test

Ich gebe es zu, ich bin ein Techie. Wenn es eine neue Software gibt, wird sie gleich mal installiert und getestet. Wenn es ein neues Produkt am Markt gibt, muss ich es gleich mal ausprobieren und wenn ich irgendwo höre, dass irgendwer irgendwas gerade entwickelt dass irgendwie das Leben erleichtern soll, bin ich die Erste die jeden Artikel dazu liest. Ich kann mich einfach Stundenlang mit so etwas beschäftigen. Vor allem wenn mir das Produkt das Leben erleichtern soll. (Liebe Firmen, wenn ihr mir was verkaufen wollt, dann sollte es diese USP haben – then „I’m in!“) Kaufen tue ich mir allerdings die Sachen erst dann, wenn ich überzeugt genug bin, dass es auch diese USP hat . Ansonsten probiere ich es vielleicht bei einem Freund aus der sich „alles kauft“ ( So einen Freund hat eh jeder irgendwo) und bin damit zufrieden.
Als ich nach unserem Umzug nach Niederösterreich vom Smartpen Livescribe 3 gehört habe – wollte ich es unbedingt ausprobieren. Seitdem habe ich es auch regelmäßig genutzt, aber – Schande über mich- noch nicht darüber auf meinem Blog geschrieben. Ich habe zwar schon auf Facebook geschwärmt, aber jetzt erst bekommt ihr endlich meine Erfahrungen mit dem Livescribe 3 Smartpen. Gleich mal vorweg: Ich liebe es.

Obwohl ich so ein Techie bin, bin ich auch ein Papiermensch. Wer mit mir ein Projekt durchgeht hat meistens am ende ca. 20 A4 Zetteln in der Hand – das ist mein Style. Danach muss ich immer alles in den Computer klopfen. Was bei Projektmanagement-Themen so und so notwendig ist, aber wenn es um Sachen wie z.B. einer Skizze für eine Webseite, das Layout für einen Graphiker oder ein Organigramm für ein Unternehmen geht, ist das meistens recht mühsam. Bevor ich den Smartpen hatte, nahm ich den Notizzettel, fotografierte es mit dem Smartphone (mindestens drei mal, weil es immer unscharf wurde) und dann schickte ich es an Evernote (mein absolutes Lieblingsprogramm wenn es um Wissensmanagement geht) oder dem Zuständigen per E-Mail. Das dauerte nicht nur etwas länger, sondern manchmal habe ich schon etwas weggeschmissen bevor es überhaupt schon eingescannt habe.
Dank dem Smartpen Livescribe 3 ist dieser Prozess Geschichte geworden. Wie lest ihr gleich.

Livescribe 3 – Was ist das?

Wenn man die Packung aufmacht, lacht einen schon das wunderschöne Ledereinband vom Notizbuch an. Der Livescribe 3 Smartpen steckt dann gleich drinnen. Was genau der Livescribe 3 ist: ein smarter Stift (#klugscheiss). Neben einer ganz normalen Tinte, besitzt er einen Sensor mit dem er auf dem Spezialpapier auch deine Notizen speichert und sogar durch Handschrifterkennung deine Schrift digitalisiert. Dazu gibt’s eine App auf deinem Smartphone über welche du dann die Notizen automatisch in z.B. deinen Evernote Account einspielen kannst. Am hinteren Ende des Stiftes gibt es einen zweiten Sensor – mit dem man die unterschiedlichen Funktionen die mit dem Spezialpapier aktivierbar sind, nutzen kann. Ein tolles Feature ist dabei der Pencast: Die Sprachaufzeichnung macht es möglich, dass du zu deinen Notizen auch eine Sprachaufzeichnung machen kannst. Perfekt für Menschen wie mich, die meistens laut reden wenn sie denken, Besprechungen nochmal abspielen wollen oder Interviews aufzeichnen möchten.

Smartpen Livescribe 3 im test

Wie funktioniert es?

Nachdem man die App und den Stift verbunden hat, ist der Kugelschreiber mit einem Dreh startklar und der Stift aktiviert. Danach kann man einfach auf dem speziellen Notizbuch schreiben. Lässt man die App offen neben sich liegen, kann man parallel zusehen wie die Notizen digitalisiert werden. Das geht ruckzuck. Hat man die App geschlossen, synchronisiert sich der Stift mit der App sobald man sie das nächste mal aktiviert.
Will man aufnehmen oder eine neue Seite machen kann man das einfach indem man das entsprechende Zeichen im Notizbuch mit der Rückseite des Stiftes antippt. Dabei hat das Gerät verschiedene Funktionen die man auch in der App sieht: Es kann – wie schon erwähnt – den Ton aufnehmen, die Notizen aus der Handschrift zu Text umwandeln und auch ein PDF erstellen. Also eigentlich alles was man so braucht um seine Gedanken und Notizen zu digitalisieren.

Smartpen Livescribe 3 im test

Wie nutze ich es? Für wen ist es geeignet?

Ich arbeite mit vielen Leuten zusammen die mit mir gemeinsam Projekte abwickeln, z.B. Grafiker oder ITler denen ich meine visuellen Ideen irgendwie näherbringen muss. Das funktioniert mit dem Livescribe 3 wirklich gut. Auch wenn ich einfach für einen Kunden brainstorme oder auch wenn ich mal ein paar Ideen für den Blog an meine Assistentin zur Recherche schicke, hat sich der Smartpen bewährt. Es vereinfacht das Leben wenn es vor allem darum geht schnell Dinge aufzuzeichnen und weiterzuschicken.
Geeignet ist der Stift für jeden der seine Notizen digitalisieren möchte und zugriffsbereit haben will. Von Coaches, Berater bis hin zu Bloggern – jeder kann das nützlich finden.

 

Was kostet es?

Ich habe in freundlicherweise von Livescribe Smartpen pro 3 zur Verfügung gestellt bekommen. Bei Amazon ist er aber derzeit um €225,95 zu bekommen. Oder auch die normale Version um €155,95. Dazu braucht man auch die jeweiligen Notizbücher – die gibt’s auch von Moleskine (yeay!) und beginnen bei €20 – so wie fast jedes gute Notizbuch. (Keine versteckten Kosten, wie man es glauben könnte.)

Ja oder Nein?

Wenn man gerne alles digitalisiert und seine Notizen für später benötigt, finde ich den Livescribe Smartpen 3 eine wirklich gute Lösung. Man kann sichergehen, dass man damit auf jeden Fall nicht vergisst etwas zu digitalisieren. Für Leute die in ihren alten Notizen nie wieder etwas suchen müssen, ist es eher nichts. Ich persönlich hätte mir den Stift vor allem als Studentin gewünscht. Damit, wäre es um einiges einfacher gewesen, die Notizen der Studienkollegen zu lesen (Transkription) und vor allem seinen eigenen Senf via Word dazuzugeben. Oder anders: Ich hätte einfach auch viel schneller die Notizen der anderen bekommen 🙂

Also von meiner Seite gibst definitiv ein Thumbs up! für den Smartpen Livescribe 3 pro

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