Hochzeit Caterer Erfahrung

Zu unserer Hochzeit haben wir nicht viel gespart, aber das habe ich schon mal geschrieben. Einer der größeren Kostenpunkte waren die Getränke – vor allem das Stoppelgeld. Heute würde ich es nicht mehr zahlen, denn – meinen Erfahrungen nach – war es das doppelte wie üblicherweise in der Gastronomie verlangt wird. Aber gut – wir wollten dort heiraten und haben das in Kauf genommen. Damit konnten wir beide sehr gut.
Aufgrund der Tatsache, dass überall wo es uns möglich war sehr wohl sparen wollten, haben wir uns entschlossen den Wein selbst zu kaufen und haben uns dadurch ein paar hundert Euro erspart. Nicht viel im Vergleich zur Gesamtsumme einer Hochzeit, aber wo man sparen kann, spart man. Wir wurden dabei von einem Sommelier beraten und haben den Wein anliefern lassen.
Ich dachte soweit wäre alles gut. Nach meiner persönlichen Erfahrung mit dem Probeessen Nr. 2 habe ich gehofft, dass es so bleiben würde. Das Essen war ja gerettet, also konnte ja jetzt nichts passieren. Tja, da sollte ich mich wohl irren. Die Serie von persönlichen schlechten Erfahrungen in Sachen Dienstleistung sollte weitergehen.

„Sie können nicht den gleichen Wein kaufen wie auf meiner Karte!!“, total im Ton vergriffen, hatten wir den angefressenen Caterer an der Strippe. Wie hatten gar nicht mal gesehen, dass er den von uns ausgesuchten Wein auf der Karte hatte und er hatte uns gegenüber nie angemerkt, dass bestimmte Weine von uns nicht gekauft werden dürften. Stand auch nicht in seinem wahnsinnig lang und umständlich ausformulierten Vertrag. Wir waren perplex. Es ging pro Flasche um sage und schreibe 2,30 (wenn der den gleichen Einkaufspreis hatte wie wir) – also für ihn um nichts, vor allem nachdem er das Stoppelgeld so hoch angesetzt hatte. Ein wirklich verschwindend kleiner Betrag. Trotzdem hielt es unser Caterer anscheinend für notwendig uns unflätig und mit einer sagenhaften Unfreundlichkeit anzubrüllen. Ein absolutes NO-GO. Man keift seine Kunden nicht an, vor allem nicht wenn man den Fehler eigentlich bei sich selbst suchen sollte – von wegen „der Kunde ist König“.
Okay. Wir haben das einfach wieder verdrängt, auch wenn es unerhört war – man will sich ja die Hochzeit nicht verderben.

Nach der Hochzeit war mir dann bisschen schlecht. Wir hatten auf unserer Hochzeit 110 Gäste, davon ca 10 Kinder. Also 100 Erwachsene. Wir wussten aus Berechnungen von erfahrenen Menschen wie viel Flaschen auf der Rechnung realistisch sind und was nicht. Abgesehen von einigen Flaschen zu viel Sekt ( den ich so und so nie in der Menge wollte) tauchten in der Endabrechnung neben einer normalen Anzahl an bestellen Kaffee (eine normale Menge an Cappuccino, Cafe Latte etc.) aber einige wirklich spannende Dinge auf. Wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir zu keinem Zeitpunkt wünschen, dass die Ober mit Tabletts  voller Kaffee herumspazieren. Wie durch Zauberhand tauchten dann aber auf unserer Rechnung plötzlich 122 Espresso auf. Ähem!? Das habe ich dem Herren nicht geglaubt und kurzerhand mit einer Liste von anderen Dingen dem Caterer auch geschrieben bzw. den Rechnungsbetrag reklamiert. Es war still. Sehr still. Bis schließlich wegen 3% des Gesamtrechnungsbetrages ein Anwaltsbrief kam (wenn er nett geantwortet und das Gespräch mit uns gesucht hätte, wäre der Restbetrag von uns vermutlich innerhalb kürzester Zeit überwiesen worden). Mehr muss ich dazu nicht sagen. In meinen Augen ein absolutes No-Go. Man setzt sich mit seinen Kunden auseinander – aber vielleicht verstehen das andere Dienstleister anders als ich? ..

Na,ja. Noch ist es nicht zu Ende …. der größte Ärger für mich als Braut wurde zwar sonst von niemandem bemerkt,  hat aber mit einer Bitte an den Caterer zu tun, die mir im Zusammenhang mit dem Thema „nicht erwünschte Dekoration seitens des Caterers“ bzw. „Sollte der Caterer seine nicht benötigten Tische, Stühle etc. aus dem Sichtfeld der Kunden wegräumen“ besonders am Herzen lag … Ein Grund mehr für mich zu glauben, dass der Herr uns wirklich in den Wahnsinn treiben wollte….

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