Mal ein anderer Blogeintrag….

Wer jetzt glaubt, dass es ein Verzweiflungspost wird, liegt falsch – 30 werden ist ungefähr dass entspannteste was es auf der Welt gibt- zumindest erlebe ich es so &  bin verwundert was einem da für Einstellungen & Messages entgegen kommen…

Während mir Frauenmagazine einreden versuchen „Das Leben geht zu ende“ ,mir irgendwelche Tipps geben wollen, wie man den 30er übersteht, welche Anti-aging Produkte ich ab 30 nehmen sollte, welche Bodyformer ich tragen muss, wie ich mich jünger schummle (btw.: irgendwie werden hier immer die verräterischen Hände vergessen), welche Probleme auf mich zukommen werden (wusste garnicht dass sie Wahrsager beauftragen?!), ist mein Gedanke eher wie ich meinen ersten Geburtstag feiere. Ja Erster, denn es ist das erste mal dass ich vorhabe zu feiern & dass so, wie ich eben feiere: Mit Motto, mit vielen lieben Menschen, mit ganz viel Musik & ganz viel Spaß 🙂

Aber zurück zur Zahl 30- obwohl wir in der Zwischenzeit meistens um die 80, wenn nicht 90 werden, wir bis ca. 65 arbeiten werden, uns mit der Frage der Kombination von Kinder & Karriere beschäftigen & es auch meistern, usw.- also mit aktiven Veränderungen und Lebensthemen/plänen zu tun haben- scheint die Zahl 30 eine zwanghafte lebens-bedrohende Veränderung mit sich zu bringen. Anscheinend werden wir dann alt,  haben kein Spaß mehr im Leben, müssen 50% unserer Zeit mit unseren Falten-killer-Creme-ichwerddochnochschöner-Behandlung vebringen, müssen dem Körper eines Teenies mit heraushängender Zunge nacheifern,  sollen uns Erwachsen verhalten (was auch immer DAS bedeutet), usw. In Anbetracht dieser BE-drohenden Veränderung beginnen manche zu weinen, andere so zu agieren wie als ob danach das ER-leben zuende wäre (und dann zu weinen), während wieder andere sich ihren Hormonen hingeben, als ob es kein Morgen gäbe. (Ja denn eines ist mal klar rund um +/-30 verändern sich die, in welcher Art auch immer.) Irgendwie scheint die Anzahl der Frauen die es genießen gering zu sein, in meinem Umfeld selten aufzutreten oder durch den Schrei der Medien nach „Du wirst 30-hab jetzt Angst!“ unterzugehen…

Immer wieder bekomme ich den Eindruck als ob jede erwarten würde, dass sich das Leben dahingehend verändert, dass es dann eben nicht mehr GE- & ER-lebt wird, sondern eher in eine passive Richtung zu gehen ist: Plötzlich werden Berufsveränderungen nicht gemacht, Reisen ad acta gelegt, Träume ausgeträumt, Stichtage gesetzt…- danach ist man schlichtweg „zu alt“.  Anstatt sich zu freuen endlich 30 zu werden, die ersten jahre „auf eigenen Beinen“  hinter sich zu haben, sich schon besser zu kennen, sich nicht mehr mit dem öden Pickel zu schlagen der immer wieder an der gleichen Stelle „Hallo, ich bin dein Pickel“ zu sagen scheint, der blöden Nachbarin die Meinung sagen zu können ohne sich schlecht dabei zu fühlen, Ecken & Kanten zu zeigen wann und wie man will, etc. und sich darauf zu freuen was man alles noch mit und nach 30 erleben & erlernen wird, jammern so manche herum und machen sich elendige Sorgen darüber, dass sie ab nun eine 3 tragen müssen. Um Gottes Willen eine 3 !!! Anstatt sich zu freuen, dass man lebt – beginnt die Kummernummer, gepaart mit den Fadenscheinigen Entschuldigungen warum nach 30 man nichts mehr ER-leben wird, passiv wird & wartet auf das Leben, das IRGENDWAS passiert .( bei der Einstellung wundert es mich ja nicht, dass etwas passiert, nämlich: Fadesse, Traurigkeit, Wunschtraumnacheifersyndrom, diese „wenn ich jünger wäre…“-Sätze & Co.

Ganz ehrlich: „Hört auf damit!“ – Nicht weil es nervt (und das tut es manchmal, denn wenn man manchen Frauen zuhört bekommt man Lust sie zu rütteln und laut zu schreien „LEBE“!), sondern weil ihr euch selber fertig macht für Nichts und wieder Nichts- ob 15, 18, 25, 29 , 30, 35 , 41 oder 61.. die Veränderungen macht man selber, nicht die Zahl und wir sind genau dazu auf dieser Welt da, um  uns immer wieder soweit verändern, dass wir mit dem besten Geschenk der Welt, nämlich unser Leben zufrieden sind , nicht?!?! ER-leben & ER-lernen sind Gott sei Dank zwei Komponenten im Leben von denen wir nie genug bekommen werden- ob wir wollen oder nicht, also warum nicht es weiterhin selbst in die Hand nehmen und das tun was man schlichtweg WILL und mit seinen Träumen/Ideen/Wünschen vereinbaren kann?!?

Das waren mal ein paar Gedanken zu dem Thema 30, die ich in den letzten Monaten hatte, nachdem doch einige um mich herum nun gefeiert haben oder noch feiern werden und ich aufgrund dessen mich in den letzten Jahr des öfteren  in Situationen: 30-Panikattacken, blinde-Aufrissabende und ellenlange „ich bin alt“ Gesprächen , wiedergefunden habe. Situationen bei denen man sich eindeutig fragen muss woher diese Unsicherheit wirklich kommt – die Zahl 30 an sich, kann es ja grundsätzlich nicht sein…

Aber zurück zu meinem 30-Thema: Rauschendes Fest! Ich brauche da etwas Hilfe, da ich nicht weiter komme. Ich bin auf der Suche nach DER Location: Hübsch, Terrasse/Garten, relativ gut erreichbar, Stöckelschuhefreundlich  und natürlich in Wien. Irgendwelche Tipps? Bin für jeden Tipp dankbar 🙂

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