Das typische Rollenbild von Mann und Frau im 21. Jahrhundert – ein Anachronismus, Diskussionstoff für endlose Diskussionen oder gar nur eine bedeutungslose Kleinigkeit, die jeder bzw. jede mit sich selbst ausmachen muss?
Als „moderner“ Mann stoße auch ich immer wieder auf die Problemstellung wie man sich als Vertreter des männlichen Geschlechts in der heutigen Zeit verhalten sollte, was die Gesellschaft von einem Mann erwartet oder aber was sich die Frau von Heute unter dem perfekten Mann vorstellt!?

Sind die Umgangsformen die (M)man(n) als Spross eines konservativen Elternhauses erfahren und erlernt hat heute nicht mehr zeitgemäß oder freut sich die emanzipierte Frau dann doch über die helfende Hand beim Überstreifen der Jacke und über das Aufhalten der Türe beim Verlassen des Lokals?

Mir scheint, dass zumindest nach außen hin all zu oft der Anschein erweckt werden will, dass die Frau von heute nicht nur im Berufsleben (zumindest) gleich erfolgreich sein kann und ihr Leben ohne männliche Unterstützung meistern kann, sondern dabei auch plakativ zeigen will, die Frau von Welt heute keinen Gentleman mehr an ihrer Seite braucht. Vorbei also auch die Zeiten in denen der Mann – ganz getreu dem alten Klischee – ab und an seine vermeintlich starke Schulter zur Verfügung stellen muss an der „Frau“ einfach nur Frau sein darf und die Maskierung als Superwoman/Topmanagerin/Alltags-Wunderwuzzi fallen lassen darf?
Das würde am Ende ja noch bedeuten, dass „Mann“ stärker ist als „Frau“ und dies wäre ja in Zeiten der Gleichberechtigung gar nicht schick!

Aber HALT – seit meiner (von einigen behaupteten) Ankunft in der Welt der Erwachsenen ertappe ich dann doch immer wieder Frauen, die nicht nur auf Suche nach unerzogenen „Gender-Softies“ sind, sondern trotz aller Toughness und Zielstrebigkeit hin und wieder gerne „Frau“ sind. Es gibt sie noch, die Frauen die es gerne sehen, wenn Männer unter Knigge nicht einen drittklassigen holländischen Fussballspieler oder ein nicht näher zu identifizierendes Fremdwort mit Rechtschreibfehlern vermuten. Frauen die trotz aller Emanzipation genug Frau geblieben sind und genug Selbstbewusstsein haben um zu erkennen, dass sie NICHT allein die Welt retten müssen.

Bei aller Rollenverwirrung und dem gesellschaftlich erwarteten, politisch korrekten Genderverhalten bleibt für mich nur der Schluss, dass einer starken Frau auch in Zeiten wie diesen eine starke Schulter erlaubt sein muss und Männer auch im 21. Jahrhundert trotz aller Gefühlsduselei hin und wieder den starken Mann mimen dürfen und dabei der Dame auch in ihren Mantel helfen dürfen – das alles ohne den Mann seiner Männlichkeit zu berauben und auch ohne der Frau ihre Fähigkeit abzusprechen, ihren Mann auch ohne Unterstützung stellen zu können!
😉

 

[Weibi: Vielen Dank für diesen Artikel ! – Weibis Antwort kommt morgen  🙂 ]

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