Mein persönliches Erlebnis mit Akupunktur

Schon mal Akupunktur probiert? Nein? Tja, ich kann es nur empfehlen vor allem für jene die sich in 20 Minuten komplett entspannen wollen. Ich hatte meine letzte Akupunktur vor 15 Jahren ( ja, so alt bin ich *g*) , damals wurde mein Leiden damit geheilt- bis es eben 15 Jahre später wieder kam. (Ich behaupte mal dass so ein Ergebnis nicht schlecht ist!) Aber natürlich kann ich mich damals nicht Wirklich viel erinnern, bis auf, dass ich den Eindruck hatte die Nadeln wären riesig – sind sie nicht und bei dem Gedanken muss ich mich gleich Fragen was noch so „nicht so gruselig war“ als ich noch Teenager war.

Aber zurück zu meinem „neuen Erlebnis“. Ich versuche gerade TCM (Traditionelle Chinesische Medizin, für jene die es nicht kennen). In meinem Fall besteht es aus einem Kräutergranulat, Akupunktur und ein paar Übungen die ich so gut wie jeden Tag mache. Dieses mal war Akupunktur dran. Man legt sich hin und wartet mal .. auf? Auf Schmerz. Schmerz aufgrund dass man 14 Nadeln am Körper gepiekst bekommt und sich einbildet, das müsste wehtun. Tatsache ist: Das tut es nicht. An manchen Stellen fühlt es sich komisch an, aber das soll es ja auch. Sollte es sehr unangenehm werden, so kann man ja noch aufschreien und sie anders platzieren lassen. Aber nun denn, dann ist man plötzlich alleine. 20 Minuten! 20 Minuten, jeder weiß, wie lange 20 Minuten sein können, wenn man sich nicht bewegen darf. Da liege ich, starre an die Decke während ich mich frage wie das wohl aussieht, wenn man so eine Nadel mitten am Kopf platziert hat und dabei bemerke dass meine „dokumentitis“ doch schwerwiegender ist als ich dachte: nicht mal bei der Akupunktur es ertrage, dass es nicht fotografisch festgehalten wird. Nach dem Gedanken versuche ich mich zu besinnen- schließlich liege ich ja für etwas da- schließe die Auge und versuche mal den Nadelstichen nach zu fühlen. Das rechte Ohr brennt, zumindest fühlt es sich so an und ich frage mich wie lange das wohl gehen wird. Der Arzt hat glücklicherweise eine Glocke neben mich gelegt – wobei ich ja befürchte, dass bei meinem Talent ich eher die Glocke mit der Nadel am Handgelenk in die tiefen des Raumes schleudern würde. Ich versuche mich nochmals zu konzentrieren und fühle plötzlich ein Kribbeln im Bauch, dass sich langsam in ein Murren & Glucken entwickelt. Danach ist etwas Ruhe. Ich höre Menschen am Gang „Nein bitte nicht – ich muss noch mehr nachfühlen“ – Gott sei Dank, die 20 Minuten sind noch nicht um. Langsam finde ich es spannend, wie der Körper reagiert und vor allem entspannt er sich – die Muskel zucken und erschlaffen – komisches Gefühl, einfach so „loszulassen“. Die Nadeln im Knie werden unangenehm und dann plötzlich wird der rechte Fuß heiß. Während ich mich frage wann aufhört, wird er so kühl wie wenn ich auf meinem Arm eischlafe und der Arm einschläft weil ich ihm auch jede Blutzufuhr abschneide und gleichzeitig brennt der linke Fuß….Dabei gluckert und murrt es, dann ist plötzlich still…. bin wohl eingeschlafen.

Die Assistentin kommt hinein, irgendwie finde ich es garnicht gut dass sie mir die Nadeln entfernt – war ja ganz amüsant. Aufstehen ist angesagt – Ich sehe komplett neben mir, weggebeamt, dafür klare Einzel-Gedanken und vor allem habe ich das Gefühl ich hätte mindestens 3 Stunden geschlafen. Nach weiteren 20 Minuten könnte ich Bäume ausreißen…

Bin ja neugierig wie das weitergeht – ich nehme mal an, dass es beim nächsten Mal noch besser wird 😉

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