Achtsamer Leben? Dazu gehört unter anderem auch bewusster zu Essen. Alles was wir unserem Körper zuführen wird gezwungenermaßen auch ein Stück von uns. Es wird in seine Bestandteile zersetzt, die Schwingungen aufgenommen, die Nährstoffe verarbeitet. Obwohl wir das wissen und in der Schule gelernt haben, ist uns das nicht immer bewusst. Wir stopfen irgendein Nahrungsmittel in uns hinein weil wir gerade Hunger haben und denken gar nicht mehr darüber nach was wir da eigentlich zu uns nehmen. Ob da schlechte Fette drinnen sind, ob Zucker drinnen ist, woher es kommt, wer es produziert hat, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde, usw. Während wir nicht jeden in unser Haus hinein lassen, lassen wir alles einfach direkt in unseren Körper und in unsere Blutbahn. What? Ein bißchen verrückt sind wir ja schon.

Ich selbst habe immer nur hie und da mal „einfach so“ was gegessen. Abgesehen davon das meine Mutter sehr darauf geachtet hat, was ich als Kind gegessen habe, war mir schon als Teenie klar, dass man auf Nahrung achten muss – so war ich dann auch 8 Jahre Vegetarierin, habe die verschiedensten Ernährungsgewohnheiten getestet, habe auch mal vegan gelebt, usw. Vor allem weil auch mein Körper darauf reagiert, wie z.B. auf Weizen mit Bauchweh oder auf Schokolade mit Hauproblemen.

 

Aber was macht bewusstes Essen aus und wie kann man bewusster damit umgehen?

 

Die Frage habe ich mir in meinem Leben öfter gestellt. So einfach ist die nämlich nicht zu beantworten. Einige Fragen dazu habe ich mir aber schon so gestellt, die glaube ich ganz gut zu einer Antwort führen.

 

Was ist so in meiner Küche?

Gehe einfach mal deine Küchenschränke und deinen Kühlschrank durch: Was isst du so ohne darüber nachzudenken? Mal ein paar Stunden seine Küche zu inspizieren tut ganz gut. Mal schauen was du so kaufst wenn du nicht darüber nachdenkst. Mal durchsehen und schauen wie du deine Küche optimieren kannst oder ob hier Dinge sind die du gar nicht mehr zu dir nehmen möchtest, weil sie nicht gut genug für deinen Körper sind. Am Besten die Sachen verschenken und deine Küche auf das reduzieren was du auch wirklich zu dir nehmen möchtest.

Was tut mir gut?

Wir haben alle Lebensmittel im Schrank die uns einfach gut tun. Wenn wir sei essen haben wir das Gefühl, dass sie uns nähren und nicht voll machen. In meinem Fall sind es z.B. Äpfel, Dinkelflocken oder auch gepopter Amaranth. Das kann ich immer essen und tut mir immer gut. Was tut dir richtig gut? Davon solltest du mehr in deiner Küche haben. Probiere neue Dinge aus und finde heraus was dir gut tut.

 

Heißhunger? Warum?

Jahrelang hatte ich einen furchtbaren Heißhunger nach Nüssen. Ich hatte einen hohen Bedarf an Vitamin E da ich einen Mangel hatte. Im Endeffekt ich habe ein Päckchen Nüsse auf einen Satz gegessen und mir war furchtbar schlecht. Wem es auch so geht, die sollte unbedingt eine Nährstoffanalyse machen. Meistens hat man bei sowas einfach einen Nährstoffmangel und es wäre mit einigen Nahrungsergänzungsmittel erledigt.

Good Vibes Food

Wer jetzt an Schokolade denkt: Fail. Ich finde ja Schokolade furchtbar. Bananen, Haferflocken, Spinat, Orangen oder Äpfel machen gute Laune. Ich habe immer einen Apfel in meiner Tasche – für den Fall 😉

 

Food Pairing

Beim Essen geht es oft um die Zusammenstellung. Probiere es einfach aus ob du bestimmte Dinge einfach schlecht verträgst.

Bewusst einkaufen

Woher kommt dein Essen, wie hat das Tier gelebt, wurde die Pflanze mit chemischen Mitteln gespritzt, haben die Menschen die im Feld arbeiten auch die passende Arbeitskleidung, ist der Lebensmittelkonzern von dem du kaufst auch achtsam mit der Umwelt, in wie viel Plastik ist es verpackt, usw. Nein es geht mir hier nicht darum dass du das alles nicht kaufst (außer du möchtest dich von Karotten, Rüben, Eier & sonstige Dauer-Produkte in Österreich ernähren) sondern darum, dir bewusst zu werden was du kaufst. Je öfter du darüber nachdenkst desto bewusster wirst du zu den Produkten greifen die „besser“ sind.

Gesund kochen oder auch nicht kochen

Raw ist gut für deinen Körper oder auch nicht. Ich ernähre mich sehr gerne von rohem Obst und Gemüse. Das verträgt aber nicht jeder. Die Frage ist immer wie du am besten mit den Lebensmittel zurecht kommst. Probiere es aus. Was tut dein Körper bei einer rohen Karotte, was bei einer gekochten?

Stop Food to Go

In den 90ern haben wir die Errungenschaft gehabt  – „everything to go“. Vor allem Essen im Gehen ist gar nicht gut und auch dieses Zwischendurch „Husch, Husch“ hat mit Bewusstsein wenig zu tun. Mache aus deiner Nahrungsaufnahme ein Ritual.

Dankbarkeit

Wie ich den Weg zu mehr Achtsamkeit wieder gefunden habe, ist mir erst aufgefallen wie sinnhaft so ein Tischgebet eigentlich ist. Nein, man muss keinen Gott anbeten, aber einfach dem Essen danke sagen, dass es da ist und dass es bald gut schmecken wird. Das macht das Erlebnis intensiver und man genießt es mehr.

Aus den Resten neues zaubern

Meine Großmutter hat mir gelernt wie man mit Resterln umgeht. Wir können das ja nicht so gut, aber sie essen könnten wir. Essen wegschmeißen geht eigentlich gar nicht (mache ich auch manchmal und ärgere mich furchtbar darüber) Aber auch das was übrig bleibt hat einen Wert und sollte gegessen werden. Man kann ja auch zwei oder drei tage das gleiche essen, wenn man die Verwertung nicht so gut kann.

Austausch

Das was ich hier schreibe, ist kein Geheimnis. Und sehr viele Leute die ich kenne sind Anhänger von „Slow Food“  und kaufen so gut wie nur Bio und sind mit ihrem Essen „verbunden“. Ich finde man sollte viel mehr über das Essen an sich reden. Nicht nur über Rezepte oder Zubereitungsarten, sondern um das Essen selbst. Jeder von uns weiß, dass ein Ei vom Bauernhof anders schmeckt als das vom Supermarkt oder dass das Fleisch eines glücklichen Rinds besser schmeckt als das aus Massentierhaltung.  Darüber sollte man aber einfach mehr reden. Über den ursprünglichen Geschmack von Dingen, wie sie wirklich schmecken und nicht wie wir sie mit Salz, Kräutern & Co besser machen. Wer jemals in seinem Leben eine frisch gepflückte Avocado gegessen hat oder ein Fleisch vom Kobe (Wagyu) Rind, merkt sofort, dass diese Dinge einfach von selbst schmecken und nicht viel brauchen um ein kulinarisches Gedicht zu sein.

 

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1 comment

  1. Liebe Viktoria,
    ich musste beim Lesen des Artikels oft beipflichtend mit dem Kopf nicken,weil es auch meine Haltung zum Thema „Ernährung“ ist. Ich musste mich auf Grund von Krankheit intensiv mit dieser Thematik beschäftigen und zusammengefasst kann ich sagen,dass Vitalität,Zufriedenheit und „happy life“ entschieden mit einer gesunden Ernährung einhergehen…Der Körper hat es verdient,dass er gesunden „Treibstoff“ erhält,das sind wir ihm schuldig.
    Liebe Grüße,Sarah

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